Lauf-Fotos vom 19. April 2020
20 Jahre Marathon-Marathon (Teil 2)

Am 16. April 2000 finishte ich meinen ersten Marathon. Zum 20. Jubiläum ging ich die Strecke von
damals erneut an. Allerdings in zwei Teilen. Am Jubiläumstag lief ich die die ersten 23,8 Kilometer:
Am Tag des ausgefallenen Hamburg-Marathons 2020, also am 19. April 2020, lief ich im Rahmen
der Aktion #runyourownblueline dann den Rest. 

20 Jahre Marathon-Marathon (Teil 1)

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Stadtpark
Alte Wöhr
Saarlandstraße

Ich setzte dort an, wo ich drei Tage zuvor geendet hatte. Nun mit der offiziellen Startnummer des #runyourownblueline. Es hatte jeder dieselbe Nummer, aber egal.

Stadtpark
Alte Wöhr
Saarlandstraße

Zur Feier des Tages führte ich meinen Champion Chip aus. 2000 hatte ich den noch nicht dabei. Ich habe ihn seit dem Berlin-Marathon 2003.

Alte Wöhr
Saarlandstraße

Sonnige 12°C. Es war etwas kühler als bei Teil 1, aber wärmer als 2000 (bis 10°C, bedeckt und windig-kalt).

Saarlandstraße
Alte Wöhr

Start von Teil 2 war genau hier an der Ecke.

Alte Wöhr
S-Bahn Alte Wöhr
Alte Wöhr

Nun begann der lange Anstieg rauf zum Rübenkamp. Es ist nicht sehr steil, aber es zieht sich und wer hier zu schnell angeht, der kriegt später sicher ein Problem.

Ist allerdings etwas anders, wenn man hier startet und noch keine 23,8 Kilometer gelaufen ist.

Alte Wöhr
Fuhlsbüttler Straße

Also wenn ich schon auf der Straße herum lief, dann konnte ich auch die entsprechenden Spuren nutzen. Ausnahmsweise beachtete ich sogar die Ampel.

Fuhlsbüttler Straße
Fuhlsbüttler Straße

Hier war schon Kilometer 25.

Fuhlsbüttler Straße
Fuhlsbüttler Straße
Hebebrandstraße
Hebebrandstraße
Hebebrandstraße
Rübenkamp

Ab der S-Bahnbrücke ging es wieder bergab.

Überseering

Nun ging es durch die City Nord.

Überseering
Überseering
Sydneystraße
Sydneystraße

Da vorne war meine Heimat-Kurve. Von dort waren es nur 850 Meter nach Hause.

Hindenburgstraße
U-Bahn Alsterdorf
Hindenburgstraße
Bebelallee

2000 endete hier das allerletzte Aufflackern von Energie. Der Rest war dann eine nur noch schlimmere Quälerei.

Alsterdorfer Damm

Aber dennoch erinnere ich mich immer wieder an diesen ersten Marathon. Auch auf fremden Strecken habe ich für jeden Kilometer den entsprechenden Punkt der Hamburg-Strecke 2000 im Kopf.

Rathenaustraße

Im Jahr 2000 war es hier noch genauso leer wie auf diesem Foto. Inzwischen stehen auch hier Leute an der Strecke.

Rathenaustraße
Rathenaustraße

Hier um die Ecke kam der Kilometer 30.

Im Grünen Grunde
U/S-Bahn Ohlsdorf

2000 wäre ich hier beinahe ausgestiegen. Mich schreckten die Treppen ab. Und der weite Weg zu den Messehallen. Und das bevorstehende Mitleid...

Am Hasenberge
Am Hasenberge
St. Lukas-Kirche
Maienweg

Auch der Maienweg hat Dank vermehrter Zuschauer-Zahn in den vergangenen 20 Jahren den Schrecken verloren.

Maienweg
Maienweg

Überraschung. Nicht, daß ich vielfach Anfeuerungen von Passanten bekam, hier gab es sogar ein Verpflegung.

Es wurden Wasser, Bananen und Schokolade angeboten. Ganz den Corona-Vorschriften wurde der Becher am Boden abgestellt, ich nahm ihn mit, trank, stellte ihn wieder hin.

Alsterkrugchaussee
Alsterkrugchaussee
Alsterkrugchaussee
Rosenbrook

An der nächsten Kreuzzug war Kilometer 35.

Hier wurde es ein Weile etwas schwierig mit dem Laufen auf der Straße.

Tarpenbekstraße
Tarpenbekstraße
Lenhartzstraße

Die Bundesstraße 5 und 433 sowie der Ring 2 treffen hier aufeinander und ich laufe quer über die Kreuzung. Ein echt cooles Gefühl.

Lenhartzstraße

Heinrich-Hertz-Turm voraus. Noch gut sechs Kilometer.

Eppendorfer Baum
Eppendorfer Baum

Normalerweise wäre hier nun der Teufel los. Jetzt war alles still und ruhig.

Eppendorfer Baum

Die Party wird hoffentlich dann am 13. September nachgeholt.

Klosterstern
Harvestehuder Weg

Diese Baustelle hätte sich mit dem Marathon nicht vertragen.

Von der Maria-Louisen-Straße (2019) weiß ich aber, daß man eine gänzlich aufgerissene Straße in zwei Tagen komplett asphaltiert kriegt und sie dann binnen 26 Stunden wieder in voller Länger aufreißen kann.

Harvestehuder Weg
Harvestehuder Weg

Außenalster. Kilometer 38,3. Als ich mir 2000 den möglichen Verlauf des ersten Marathons ausmalte, war ich mir sicher, es ab hier ganz sicher zu schaffen.

Am Renntag fielen mir hier so Sachen wie Umknicken, Hunde und sonstige Unfälle ein.

Harvestehuder Weg

Kilometer 39,0. Der dürfte auch 2000 so ungefähr hier gewesen sein.

Harvestehuder Weg

Eigentlich ist das hier jetzt ein Radweg, frei für Autos. Ich als Läufer hatte hier gar nichts zu suchen. Mit der Startnummer (auch auf dem Rücken) gab es aber mehr Zuspruch als böse Worte.

Alsterufer
Alsterufer
Alsterufer

2002 durfte man hier noch am US-Generalkonsulat vorbei. Seitdem ist die Straße dicht.

2000 war hier in der Nähe der Kilometer 40.

Alsterufer
US-Generalkonsulat
Alsterufer
Alsterufer
Alsterglacis
Neuer Jungfernstieg

Schön einordnen...

Neuer Jungfernstieg

... und unter der Bahnbrücke hindurch.

Neuer Jungfernstieg
Esplanade
Esplanade
Gorch-Fock-Wall

Kilometer 41.

Gorch-Fock-Wall

Der lange Anstieg den Gorch-Fock-Wall hinauf. Auch diese Steigung ist leichter, wenn man Leute zum Dranhängen oder gar Überholen hat.

Gorch-Fock-Wall
Gorch-Fock-Wall

Den Start meines C2-Blocks neben der Laeiszhalle hatte ich schon einmal erreicht. Nun nur noch zum Ziel.

Gorch-Fock-Wall
Sievekingplatz
Vor dem Holstentor
Karolinenstraße

Bereits den Gorch-Fock-Wall war ich etwas rücksichtslos auf der Straße gelaufen (es gab ja zwei Spuren). Hier für meinen Schlußspurt schaute ich mich nicht einmal mehr um.

Karolinenstraße

Kilometer 42

Karolinenstraße

Seltsames Gefühl. Alles still, keine Zuschauer, kein Jubel, keine Medaille oder Freundin wartete auf mich. Alles leer.

Karolinenstraße

Ich war mein Leben immer ein Meister darin, mir alles positiv einzureden. Ob ich nun keine Freunde hatte oder sauschlecht im Fußball, ob ich keine Frau abbekam oder der Job Scheiß war, ob ich pleite war, meinen Urlaub abbrechen mußte oder auch ein Marathon viel mieser ablief als erhofft... ich schaffte es immer, mir alles ins Positive zurecht zu lügen und damit dann glücklich zu werden.

Aber das hier, das war kein Marathon. So etwas konnte selbst ich mir nicht einreden. Das hier war einfach nur öde, langweilig, frustrierend und großer Mist.

Karolinenstraße

So als Spaß-Lauf war es okay. Immer schön mit den Autos spielen, sich an frühere, gute Zeiten erinnern (aus meinen 19 Hamburg-Marathons kam da etliches zusammen) und laufen. Aber hier am Ziel blieb dann doch nur noch große Leere.

#fuckyoucorona

Parkplatz Avni

19,25 Kilometer
1:46:52 Stunden
5:33 Min/Km

268 Fotos

Plus Donnerstag waren es für die ganze Marathon-Strecke:

43,84 Kilometer
4:15:07 Stunden
5:49 Min/Km

Meine Zeit 2000:
5:17:34 Stunden

Bestzeit Hamburg
3:19:27 Stunden (2012)

Langsamste Zeit Hamburg:
5:29:23 Stunden (2002)

20 Jahre Marathon-Marathon (Teil 1)
Lauftagebuch 2020
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