Mein (subjektives) Marathon-Ranking

 

New-York-City-Marathon

1x gelaufen: 2009
Organisation 6 P. Nun ja, bei knapp 44.000 Läufer kommt man um ein wenig Chaos und Wartezeiten kaum herum. In New York ist die Sache im Prinzip gut organisiert, leider ist die amerikanische Mentalität so dermaßen unflexibel, daß am Ende doch nichts reibungslos klappt. Anmelden geht ohnehin nur über Reiseveranstalter oder mit Qualifikationszeit, sonst ist man chancenlos. Dazu 295,00 Euro Startgebühr. dafür bekommt man aber auch überall Personen- und Gepäckkontrollen und wird von Anfang bis Ende gegängelt. Mit dem Highlight, auf den letzten 400 Metern vor dem Ziel bereits per Lautsprecheransage darauf hingewiesen zu werden, wie man sich bitte nach dem Finish zu verhalten habe. Aus dem Ziel-Tumult Central Park raus brauchte ich 68 (!!!!) Minuten und damit nur unwesendlich länger als ich für die Pasta-Party angestanden habe (fünf Blocks Warteschlange). "Nett" auch das stundenlange erzwungene Warten vor dem Start auf freiem Feld oder mit Glück unter einer Plane. Im wahrsten Sinne des Wortes muß man viel erleiden, um in New York mitzulaufen. Jedem anderen Lauf wären die Läufer längst in Scharen davongerannt.
Die sechs Punkte gibt es überwiegend für die Glanzleistung, 44.000 Läufer überhaupt durch eine Stadt wie New York laufen zu lassen.
Strecke 8 P. Die Strecke schwankt von atemberaubend bis langweilig. Die fünf Brücken sind zum Teil einfach nur traumhaft und auch sonst hat der Kurs (5th Avenue, Central Park, , Williamsburg, Bronx) einige tolle Ecken. Daneben gab es aber auch etliche endlos lange Geraden ohne echte Höhepunkte. Dazu ist der Kurs ziemlich hügelig und nicht so leicht zu laufen, wie man glauben mag. 
Stimmung 10 P. Wenn es etwas gibt, was Amerikaner können, dann ist es Stimmung zu machen. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob die gut zwei Millionen Zuschauer wirklich alle wußten, worum es da ging und ob wirklich jeder, der auf Grund meines Shirts mich mit "Germany, Go!!" anfeuerte, wirklich wußte, daß Germany ein Land in Europa und nicht mein Name war, aber egal. Die Stimmung in New York kocht auf 37 Kilometern. Der Rest sind die Brücken. Zu vergleichen ist das nur noch mit Chicago und Hamburg.
Ein wenig ruhig war es auf der Zielgeraden. Die Tribünen wären vielleicht etwas voller und weniger elitär besetzt, wenn man nicht 75,00 Dollar Eintritt bezahlen müßte.
Verpflegung 8 P. Ab Meile 2 bis 25 gibt es jede Meile einen Stand mit Iso und Wasser. Nicht mehr und nicht weniger. Meile 17 gehört dem Wasser-Sponsor und es gibt kein Iso. Obst und sonstiges Essen gibt es von den Zuschauern. Vor dem Lauf gibt es gratis Frühstück und nach dem Lauf reichlich Iso (bei 295,00 Euro Startgebühr ist da wohl auch drin!!). Die Pasta-Party war sehr lecker und man konnte soviel essen, wie man wollte. 
Finish 8 P. Mitten im Central Park gelegen läuft man umringt von Tribünen noch über einen Hügel und läuft dann in eines der vielen Zieltore. Bei 44.000 Läufern ist das natürlich eine Massenab-fertigung, aber immerhin ohne Rückstau wie in Chicago. Zeit zum Feiern hat man keine, da man gleich nach dem Ziel weitegetrieben wird. Zielfotos, Getränke, Kleiderbeutel suchen und dann raus aus dem Central Park. Feiern sollte man dann doch woanders.
Gesamt: 40 Punkte
 
 

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