Mein (subjektives) Marathon-Ranking

 

Chicago-Marathon

1x gelaufen: 2007
Organisation 6 P. Diesen Marathon zu bewerten ist schwer. Bekanntermaßen wurde der Lauf bei 33°C und einer mörderischen Luftfeuchtigkeit abgebrochen. Mehr zu der darauf hin entbrannten Diskus- sion im Laufbericht. Ich habe diese Bewertung aus meiner Sicht gemacht.
Mit der Anmeldung gab es keine Probleme und auch bei der Startnummernausgabe lief alles reibungslos. Nicht zuletzt auch dank der unzähligen sehr bemühten Helfer, die mit Läufern aus aller Welt klarkommen mußten. Die Marathon-Messe ist sehr gut, die Messe an sich liegt aber sehr weit außerhalb der Innenstadt und ist ohne Auto und ohne Ortskenntnisse praktisch kaum zu finden, zumal die (angeblich?) eingesetzten Shuttle-Busse nicht zu finden waren.
ABER: 45.000 Starter sind definitiv zu viele. Am 07.10.2007 starteten zwar "nur" 35.867, aber von Laufen konnte man nicht wirklich sprechen. Auf der Straße war es so voll, als würde man im Advent durch eine Einkaufsstraße rennen. Selbst durchs Ziel konnte man nicht rennen, weil der Rückstau von der Medaillen-Vergabe bis 20 Meter VOR die Ziellinie zurückreichte. Zudem liefen dank 9:15 Stunden Zeitlimit (offiziell vor dem Abbruch) in dem Feld sehr viele Leute mit, die von Laufen aber auch gar keine Ahnung hatten.       
Strecke 10 P. Ein atemberaubender Kurs. Am Anfang eine lange Schleife durch Downtown Chicago, dann nach Norden durch die Parks und Wrighleyville, danach noch einmal Downtown, ein paar Wohngebiete, Chinatown und zum Schluß wieder zurück nach Downtown. Fantastische Aus- sichten, sehr abwechslungsreich und nie langweilig.  
Stimmung 10 P. Da fehlen einem echt die Worte, das zu beschreiben, was in Chicago während des Marathons abgeht. Die ersten 14 Meilen hat man nonstop das Gefühl, man ist in einem Fußballstadion. Die Leute stehen in Dreier- und Viererreihen hintereinander, schreien und feuern einen an, haben selbstgebastelte Schilder dabei und versorgen die Läufer zudem noch mit Getränken und Futterkram. Die Zuschauer waren es auch, die an jedem Oktobertag als Erste merkten, daß die Läufer mehr Wasser brauchten, als da war und schleppten Wassereimer und Garten- schläuche an die Strecke.
Auf einer Skala von 1 bis 10 MUSS es dafür einfach eine 11 geben. Alleine für diese genialen Fans lohnt sich der ganze Trip nach Chicago. DANKE!!!!!!  
Verpflegung 9 P. Manch einer wird mich jetzt erschlagen wollen, aber die Verpflegung in Chicago war soweit sehr gut. An 150 Meter langen Verpflegungsstellen gab es genug Platz für das Riesenfeld und unter normalen Umständen hätte das Wasser auch ausgereicht. Schuld war das Wetter und nicht die Veranstalter. Iso gab es ab Kilometer 5 und ab da an jedem Stand. Auch Bananen und Co gab es ausreichend und regelmäßig. Am Ziel gab es wieder Wasser.    
Finish 6 P. Auf einer breiten Straße mitten im Grand Park. Nach all den spektakulären Ecken auf dem Kurs ein etwas öder Flecken. Auf Grund des gigantischen Feldes kommt aber wohl keine andere Ecke als Start-/Zielregion in Betracht. Ganz schlecht: die Zielankunft ist so schmal, daß es einen Rückstau bis vor das Ziel zurückgibt. So kommt man nur im Stop-and-Go über die Ziellinie. Die Stimmung ist ganz in Ordnung, aber nichts im Vergleich zur Strecke.      
Gesamt: 42 Punkte
 

Zurück zur Hauptseite
(c) 2013 by Scat-Soft