Adliges Gut Borstel Marathon
19. Juli 2020

Das Herrenhaus Gut Borstel (heute Teil des Forschungszentrums Borstel) liegt ungefähr auf halben Wege zwischen der
nördlichen Landesgrenze Hamburgs und Bad Segeberg. Abgesehen davon, daß ich gerne mal wieder einen Marathon
laufen wollte, lockten zwei Juliläen. Inka würde ihren 100. Marathon in Angriff nehmen, Christian seine Nr. 2900. Das
konnte ich mir nicht entgehen lassen. 

Weitere Fotos Borstel / Gut Borstel

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Hamburger Straße / B 432
Borstel (Sülfeld)
8.35 Uhr

Eigentlich bin ich von zu Hause aus in gut einer Stunde am Gut Borstel. Nur kommt Sonntags der erste Bus um 10.03 Uhr an. Also machte ich den Umweg über Hamburg Hauptbahnhof, Bad Oldesloe, Bad Segeberg und war nach 2:50 Stunden mit viermal umsteigen hier.

Lindenallee
Borstel (Sülfeld)
8.40 Uhr

Jetzt ging es aber noch 1,2 Kilometer zu Fuß weiter. Mit dem schweren Gepäck (wie in der Corona-Pandemie üblich mußte ich meine Getränke selbst mitbringen) war das eine schweißtreibende Sache.

Lindenallee
Borstel (Sülfeld)
8.49 Uhr

Schon jetzt waren es 21°C. In der Sonne gefühlt noch mehr.

Gut Borstel
Lindenallee
Borstel (Sülfeld)
8.52 Uhr

Endlich am Ziel. Also am Start. Ach... was auch immer. 

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
8.52 Uhr

Das Herrenhaus wurde von 1743 bis 1751 erreichtet. Das Gut besteht aber schon seit dem 13. Jahrhundert. Es wurde bis 1930 bewirtschaftet, gehört heute dem Forschungszentrum Borstel.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
8.57 Uhr

Auf der Suche nach einer Bank oder etwas ähnlichem zum Umziehen landete ich bei der Pathologie. Ausgerechnet.

Ich nahm mir noch die Zeit für etwas Frühstück und einen Spaziergang durch den Park.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
9.54 Uhr

Nach und nach trudelten auch die anderen Teilnehmer ein.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
9.57 Uhr

Zur allgemeinen Überraschung gab es doch einen offiziellen Verpflegungsstand und sogar Startnummern.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
9.58 Uhr

Ich hätte statt der schweren Getränke also lediglich zwei Sicherheitsnadeln mitbringen müssen. Die hatte ich nun aber nicht dabei. Gibt schlimmeres. Christian hatte welche.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
10.03 Uhr

Die Ehrung der Jubilare fand bereits vor dem Lauf statt. Man hatte Vertrauen darin, daß beide Aspiranten finishen würden.

Inka bekam von Christian zur Ehren-Urkunde noch eine besondere Jubiläums-Medaille überreicht. 

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
10.03 Uhr

Im Gegenzug bekam Christian ein Shirt mit der Aufschrift "Lieblingsveranstalter".

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
10.04 Uhr

Christian erhielt danach von Helmut seine Ehren-Urkunde für 2900 Marathons. Dieser Weltrekord wird wohl noch einige Jahre halten. Zumal er von Christian ja immer weiter ausgebaut wird.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
10.06 Uhr

Das obligatorische Gruppen-Foto durfte nicht fehlen. Wenn auch das Abstands-Gebot nur ansatzweise befolgt werden konnte. Naja... manche der Teilnehmer waren ja auch miteinander verwandt.

(Foto: Christian)

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
10.07 Uhr
Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
10.08 Uhr

26 Teilnehmer waren zum Gut Borstel gekommen. Es waren aber neben Marathon auch Halbmarathon und Kinderlauf im Angebot. Der Kinderlauf war 10,384 Kilometer lang.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
10.09 Uhr

Dann ging es endlich los. Und da ganz vorne schienen es zwei der Teilnehmer richtig eilig zu haben.

Auftakt
10.10 Uhr / Km 0,1

Zunächst ging es drei Runden zu jeweils 323 Metern um das Rondell hinterm Herrenhaus. Danach folgten 32 Runden zu jeweils 1298 Metern durch den Gutspark. Machte zusammen 42,505 Kilometer.

Auftakt
10.11 Uhr / Km 0,15

Ich hatte gerade eine halbe der Auftaktrunden geschafft, da hatte das Spitzen-Duo schon eine ganze Runde hinter sich gebracht.

Wenig überraschend wurde ich  dann kurz nach Beginn meiner  zweiten Runde von den Zweien überrundet.

Auftakt
10.12 Uhr / Km 0,3
Runde 1
10.17 Uhr / Km 1,1

6:47 Minuten brauchte ich für die 969 Auftakt-Meter. Dann ging es in die erste komplette Runde.

Runde 1
10.20 Uhr / Km 1,6

Einfach war der Kurs nicht. Es ging zweimal runter an den Mühlenteich, was einiges an Höhenmeter mit sich brachte. Hinzu kam teils sehr unebener Untergrund und auch Passagen auf Gras.

Runde 1
10.21 Uhr / Km 1,7

Aber schön war es. Vor allem diese Allee hatte es mir schon bei meinem Spaziergang vor dem Start angetan.

Runde 1
10.22 Uhr / Km ???

Obwohl die Runde eigentlich idiotensicher schein, verlief ich mich gleich in meiner ersten Runde. Wie auch immer ich das geschafft hatte.

Runde 1
10.24 Uhr / Km 2,0

Gut 180 Meter war ich extra gelaufen, kam aber auf sehr schönem Foto-Winkel auf die Original-Strecke zurück.

Runde 1
10.24 Uhr / Km 2,0

Bei so vielen Teilnehmern und einem solchen Herrenhaus als potenziellem Hintergrund gab es bestimmt irre viele Foto-Möglichkeiten.

Vielleicht sollte ich das Laufen aufgeben und nur noch Fotos machen? :-) 

Runde 2
10.27 Uhr / Km 2,3

Beinahe wären die Jubiläen doch noch in Gefahr geraten. Christian kündigte zunächst 31 zu laufende Runden an. Laut Ausschreibung waren es 32. Nach schneller Intervention einiger Teilnehmer wurde das korrigiert und auch der Zahl hier wurde angepaßt.

Mit nur 31 Runden hätte der Lauf keinen vollen Marathon ergeben.

Runde 2
10.28 Uhr / Km 2,5

In Runde 2 versuchte ich, mich nicht noch einmal zu verlaufen.

Runde 2
10.32 Uhr / Km 3,2

Wobei ich den kritischen Punkt aber schnell fand. Wenn man den Pfeil da rechts vor der Bank übersah, konnte man durchaus die Idee bekommen, es ging hier geradeaus weiter.

Runde 3
10.39 Uhr / Km 4,2

Stück für Stück legte ich mir den Kurs zurecht. Wie üblich wanderte ich die Anstiege und machte auf den huckeligen Passagen etwas langsamer.

Runde 3
10.39 Uhr / Km 4,3

Und die besten Foto-Winkel hatte ich auch schnell raus.

Runde 3
10.44 Uhr / Km 4,863

Bereits 23°C am Beginn. Da machte ich meine erste Pause zum Trinken schon nach drei Runden. Ich hatte ja reichlich dabei und falls das nicht genug wäre, dann gab es noch den offiziellen Verpflegungsstand.

Runde 4
10.50 Uhr / Km 5,6

Aus den 23°C wurde bis zum Mittag noch 26°C. Wobei der Unterschied zwischen 23° und 26°C weit weniger auffiel wie der zwischen Sonne und einem bewölkten Himmel. Unter der Sonne wurde man bei gefühlt über 30°V gebraten, unter den Wolken war es lediglich recht drückend. 

Runde 5
10.54 Uhr / Km 6,2

Insgesamt lief es aber darauf hinaus, daß der fordernde Kurs im Zusammenspiel mit dem Wetter einige Teilnehmer ab Beginn zum Stöhnen brachte.

Runde 6
11.04 Uhr / Km 7,7

Bei mir kamen noch Probleme mit dem Magen hinzu. Mein virtueller Marathon in der Vorwoche machte schon einen ungeplanten Zwischenstop hinter einem Baum. Und das schien hier auch zu drohen. Zunächst ging es aber weiter.

Runde 7
11.12 Uhr / Km 8,9

Auf einem Teil des Kurses gab es Gegenverkehr. Super für noch mehr Fotos. Wenn aber jemand wie Jessika mit um die 15 Km/h über die Strecke rast, kommt mein Fotoapparat an seine Grenzen.

Runde 7
11.12 Uhr / Km 9,0
Runde 7
11.15 Uhr / Km 9,4

Auch mal ein Foto von mir. Sieht doch ganz gut aus. Zumal es bergauf ging.

(Foto: Katharina)

Runde 7
11.17 Uhr / Km 9,6

Herrje... was für eine Raserei. Katharina, die eben noch das Foto von mir gemacht hatte, überrundete mich dabei zum ersten Male, Jessika kurz danach zum dritten Male.

Runde 7
11.20 Uhr / Km 10,0

9:59, 8:48, 9:19, 8:56, 8:56, 8:43 und 9:11 Minuten für die ersten sieben vollen Runden. Runde 1 mit dem Umweg.

Runde 8
11.23 Uhr / Km 10,5

Nachdem ich Anfangs etwas schwer ins Rennen gekommen war, wurde es nur allmählich etwas lockerer.

Runde 9
11.29 Uhr / Km 11,4

Inka schien auf dem Weg zu ihrem 100. Marathon keine Probleme zu bekommen. Sie marschierte Runde um Runde routiniert ab.

Runde 9
11.35 Uhr / Km 12,2
Runde 10
11.41 Uhr / Km 13,2

Aber auch wenn es für mich jetzt besser lief, die Runden wollten einfach nicht vergehen. Die Zehn schien mir schon so viel zu sein, aber von 32 war das nicht einmal ein Drittel.

Runde 10
11.46 Uhr / Km 13,8

Bei Laune hielten mich die vielen Foto-Möglichkeiten, welche mich vom eigentlichen Laufen ablenkten...

Runde 11
11.48 Uhr / Km 14,1

... und mein erst in den Tagen zuvor begonnenes Hörbuch "Die Tribute von Panem X" (Suzanne Collins). Wenn man die drei früheren Teile kennt und sich auf alle Unlogiken eingelassen hat, dann ist es wahnsinnig spannend.

(Die Kritik kann zunächst nur für das erste Drittel des über 16-stündigen Hörbuchs gelten, denn weiter bin ich noch nicht.)

Runde 11
11.55 Uhr / Km 15,247

Jessika und Benjamin hatte drei Wochen zuvor zusammen den Marathon (43,998 Km) am Gut Rosenhof in nur 3:01:48 Stunden gewonnen. Wegen des Wetters brachen sie hier beim Halbmarathon (21,737 km) ab. Jessika nach 1:28:15 Stunden und Benjamin nach 1:29:15 Stunden.

Schade. Ich würde den kühlen Luftzug vermissen, jedes Mal, wenn sie an mir vorbei flogen.

Runde 12
12.00 Uhr / Km 16,1

Mein Magen hatte sich erst einmal wieder beruhigt. Jetzt war ich nicht mehr ständig auf der Suche nach einem guten Gebüsch.

Runde 13
12.04 Uhr / Km 16,6

Die Temperatur hatte nun den Höhepunkt erreicht. Dank der prallen Sonne wurde man auf Teilen der Strecke gegrillt.  

Runde 13
12.10 Uhr / Km 17,5

Da konnte man Dankbar für jede schattige Ecke auf dem Kurs sein. Von denen gab es zum Glück einige. Die Hälfte der Strecke lag aber in der Sonne.

Runde 14
12.14 Uhr / Km 18,0
Runde 15
12.24 Uhr / Km 19,5

8:59, 9:16, 8:07, 8:29, 8:52, 8:47 und 8:31 Minuten für die Runden 8 bis 14. Alles schön gleichmäßig gelaufen, außer Runde 10. Da wehrte ich eine erneute Überrundung durch Katharina ab, der ich ihre Überrundung aus Runde 7 in Runde 9 wieder abgenommen hatte.

Runde 15
12.29 Uhr / Km 20,4

Die anderen Zeitunterschiede ergaben sich in der Regel aus Trinkpausen oder Foto-Stops. Also ein ganz typisches Falko-Rennen.

Runde 16
12.31 Uhr / Km 20,5
Runde 16
12.34 Uhr / Km 21,0

Nun hatte ich fast die Hälfte der Strecke geschafft. Der Halbmarathon waren  21,2525 Kilometer. 2:26:07 Stunden hatte ich da auf der Uhr.  

Runde 16
12.39 Uhr / Km 21,737

Nach 2:29:30 Stunden war ich mit der Halbmarathon-Distanz laut Ausschreibung durch. Auf Grund des Wetters waren es ungewöhnlich viele Läufer, die diese Ausstiegsoption wählten, so daß es am Ende "nur" 16 Marathon-Finisher gab.

Runde 17
12.40 Uhr / Km 21,9

Aber dies war allemal klüger als sich in der Hitze irgendwas kaputt zu laufen.

Runde 18
12.48 Uhr / Km 23,1

Man hatte es hier ja nahezu ausschließlich mit erfahrenen Läufern zu tun.

Runde 18
12.50 Uhr / Km 23,4
Runde 18
12.50 Uhr / Km 23,5

Mit 8:38, 9:14, 8:20 und 9:26 Minuten lief ich auch meine Runden 15 bis 18 schon ruhig durch.

Runde 18
12.56 Uhr / Km 24,3

Auch Katharina war bei der Halbzeit ausgestiegen, was die Freude über die Medaille zu Recht nicht minderte.

Runde 20
13.06 Uhr / Km 25,8
Runde 20
13.13 Uhr / Km 26,8

Gleich hatte ich 20 Runden geschafft. Schon oder nur? 12 Runden bei meinem Tempo hieß immer noch um die 1:45 Stunden bei gutem Verlauf.

Runde 21
13.17 Uhr / Km 27,4
Runde 21
13.20 Uhr / Km 27,8

Trotz anhaltender Hitze und damit verbundener Vorsicht machte ich mir natürlich auch Gedanken über die mögliche Zielzeit.

Runde 22
13.25 Uhr / Km 28,6

Mein Rundenschnitt lag bei 8:51 Minuten. Inklusive des Auftaktes ergab das 4:49:59 Stunden.

Runde 22
13.26 Uhr / Km 28,7

Das klang gut, aber ich wollte nichts erzwingen und nahm es zunächst einmal beruhigt auf, wohl sicher unter fünf Stunden zu bleiben.

Runde 22
13.27 Uhr / Km 28,8

Noch zehneinhalb Runden, heiße 26°C, Höhenmeter und ein wackeliger Magen. Nichts übertreiben war die allererste Devise.

Runde 22
13.31 Uhr / Km 29,4

8:50, 9:10, 8:41, 8:43 Minuten für die Runden 19 bis 22. Das paßte in Konzept.

Runde 23
13.35 Uhr / Km 30,0
Runde 24
13.46 Uhr / Km 31,6

Es war jetzt (gefühlt) kühler geworden. Die Sonne war nun hinter Wolken verschwunden. Es waren zwar weiterhin 26°C, aber nun durchgehend auch gefühlt wie 26°C und nicht wie 30°C in den sonnigen Zonen. 

Runde 24
13.50 Uhr / Km 32,121

Ab "nur noch acht" begann ich den Runden-Countdown.

Runde 25
13.51 Uhr / Km 32,3

Wobei auch die noch sehr lang werden konnten. Acht Runden bedeuteten immerhin noch 10,384 Kilometer.

Runde 25
13.53 Uhr / Km 32,6
Runde 25
13.56 Uhr / Km 33,1

Die eigentlichen Stars dieses Laufes waren die achtjährigen Zwillinge von Thorsten. Schon beim Gut Rosenhof schafften die sie 10,212 Kilometer beim Kinderlauf. Hier waren es sogar 10,384 Kilometer.

Scheinbar reichte ihnen das nicht, denn auch danach zogen sie immer wieder um den Kurs oder tobten einfach so umher.

Nicht daß es wichtig wäre, aber einer aufgepaßt, ob das nicht doch eine Halbmarathon war?

Runde 25
13.57 Uhr / Km 33,3

Ich habe von den Zwillingen natürlich noch mehr Fotos gemacht. Außer bei Gruppen-Fotos veröffentliche ich diese aber nicht ohne ausdrückliche Genehmigung der Eltern.

Runde 26
13.59 Uhr / Km 33,6

Die Co-Stars des Rennens waren dann die Mäh-Roboter, die stoisch ihre Bahnen über den Rasen zogen. Hier im Hintergrund ist einer. Ich war irgendwie zu doof, selbst ein Foto von denen zu machen.

(Foto: Christian)

Runde 27
14.11 Uhr / Km 35,1

Ab Runde 26 geriet dann mein Zeitziel wieder in Gefahr. Mein Magen meldete sich zurück. Nun war fraglich, ob ich ohne längere Pause noch bis ins Ziel kommen würde.

Runde 27
14.13 Uhr / Km 35,4

Der Hörbuch-Anteil des Tages war durch. Von der Seite war nun die Spannung raus, aber dafür blieb es auf der Strecke interessant.

Runde 28
14.18 Uhr / Km 36,1

Christian Heitkämper auf seiner vermeintlich letzten Runden. Tatsächlich war es seine zweite Extrarunde. Er machte 34. Seine Siegerzeit wurde mit 4:03:18 Stunden gewertet. Nach 32 Runden.

Runde 28
14.18 Uhr / Km 36,1

Sich bei Strecken mit vielen Runden, engen Kurven und dichten Wäldern auf das GPS zu verlassen ist keine gute Idee. Die Abweichungen sind teils sehr groß. Aber besser man läuft zu viele Runden als zu wenige.  

Runde 28
14.21 Uhr / Km 36,6
Runde 28
14.24 Uhr / Km 37,1

Auch jetzt machte ich immer noch Umwege und Kapriolen, um gute Fotos zu kriegen. An Kondition mangelte es mir offenbar nicht.

Runde 29
14.27 Uhr / Km 37,5

9:21, 8:48, 8:48, 9:27, 8:50, 8:37 Minuten für die Runden 23 bis 28. Meinen Schnitt von 8:51 Minuten konnte ich nun nicht mehr halten. Aber okay, sonst lief es ja gut.

Runde 29
14.29 Uhr / Km 37,8
Runde 30
14.41 Uhr / Km 39,6

Mittlerweile hatte sich mein Magen wieder beruhigt. Nicht ganz, aber doch soweit, daß ich es ohne Not-Pause bis ins Ziel schaffen würde. 

Runde 31
14.43 Uhr / Km 39,9

8:37 und 7:44 Minuten für die Runden 29 und 30. Nun hatte ich die Bremse gelöst und ließ das Tempo einfach laufen.

Runde 31
14.44 Uhr / Km 40,1

Es war zuletzt auch selten, daß ich mal einen Marathon zu vernünftiger Tageszeit ohne einen zweiten Lauf am selben Wochenende gelaufen war. Da paßte ich dann bis zum Schluß auf das Tempo auf.

Runde 31
14.46 Uhr / Km 40,5

Aber hier hatte ich die Freiheit zu feiern und zu rennen.

Runde 31
14.48 Uhr / Km 41,0
Runde 31
14.49 Uhr / Km 41,207

7:08 Minuten für Runde 31. Jetzt kam die letzte Runde.

Runde 32
14.50 Uhr / Km 41,4

Und ich machte weiter mit dem Tempo der Runde zuvor. Ein Tick schneller noch.

Runde 32
14.53 Uhr / Km 41,9

Noch einmal durch die Allee. Jetzt bloß nirgends stolpern.

Runde 32
14.54 Uhr / Km 42,1

Die letzten Höhenmeter waren auch so gut wie gemeistert.

Runde 32
14.55 Uhr / Km 42,3

Unter fünf Stunden war klar, unter 4:50 Stunden auch. Das hatte ich ganz locker in den Runden 30 und 31 gesichert.

Runde 32
14.55 Uhr / Km 42,35

Jetzt ging es nur noch darum, ins Ziel zu fliegen.

Runde 32
14.56 Uhr / Km 42,45

Jetzt noch im Schlußspurt an der Erfahrung von weit über 4400 Marathons vorbei...

Runde 32
14.55 Uhr / Km 42,48
Runde 32
14.56 Uhr / Km 42,5

Und dann hatte ich es endlich geschafft. Wieder einmal.

Finish
14.57 Uhr / Km 42,505

Und was macht man, wenn man einen Marathon gefinisht hat? Man rennt weiter und wirft sich auf den Rasen, um ein solches Foto zu machen.

Und was macht Christian?

Finish
14.57 Uhr / Km 42,505

Ein Foto von mir, wie ich nach meinem Foto zu Boden sinke.

PS: In Wahrheit sind da viel mehr Haare. Das ist nur ein ganz schlechtes Foto aus ganz blödem Winkel.

PPS: Nein... ist es nicht...

PPPS: *seufz*

(Foto: Christian)

Finish
14.57 Uhr / Km 42,505

Immerhin schaffte ich es, sehr schnell wieder aufzustehen. Da gab es doch noch was anderes als Fotos.

(Foto: Christian)

Finish
15.08 Uhr / Km 42,505

Die Medaille!! Es war meine Marathon-Medaille Nr. 332. Am Wochenende danach sollte die Nr. 333 im Hamburger Hafen am Schuppen 50/51/52  folgen.

6:47 Minuten dauerte meine letzte Runde. Insgesamt damit 4:46:46 Stunden. Bei dieser Strecke, diesem Wetter und den vielen Fotos vollkommen okay.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
15.41 Uhr

Danach machte ich es mir auf der Bank gemütlich. Bald zog ich mich auch um. Von meinen Getränken war nichts mehr übrig. 4,75 Liter. Alle weg.

Dafür holte ich mir aber noch ein Frankbrötchen und ein Laugenstück, welche Inka zur Feier des Tages spendierte. 

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
16.57 Uhr

Es war auch Inkas Jubiläums-Finish, auf welches ich über zwei Stunden gewartet hatte.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
16.57 Uhr

Die Nummer 100 ist und bleibt die magische Marke. Es gibt natürlich auch noch 250, 1000 oder 2900. Aber das sind alles Werte jenseits der Normalen für die ganz Ambitionierten. Und sie alle mußten zunächst an dieser 100 vorbei. Und sie wissen alle noch, wo sie DEN gelaufen sind.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
16.57 Uhr

Inkas letzte Meter...

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
16.57 Uhr

... und mit diesem Schritt hatte sie es geschafft. 100 gefinishte Marathons (wobei darunter etliche Ultramarathons waren).

Herzlichen Glückwunsch zur 100 und zur Vollmitgliedschaft im 100 Marathon Club. 

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
16.58 Uhr

Im Ziel gab es von Christian dann die Finisher-Medaille umgehängt.

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
16.58 Uhr

6:49:49 Stunden genoß Inka ihren Jubiläumsmarathon.

Christian finishte seinen 2900. Marathon dann nach 8:08:50 Stunden. So lange wollte ich dann doch nicht warten. Für Christian war es aber eher ein Zwischenschritt in Richtung 3000. Und wenn das Jubiläum dann in neun Monaten oder so dran ist, dann werde ich auch warten. Egal wie lange. 

Gut Borstel
Borstel (Sülfeld)
17.00 Uhr

So ging langsam ein schöner Marathon-Tag zu Ende. Eine sehr schöne, aber eben auch fordernde Strecke. Wieder die Erkenntnis, daß ich trotz der Corona-Pandemie eine Lauf-Kondition habe, die mich auch bei solchen Bedingungen recht sicher ins Ziel bringt. Was will ich auch mehr?

Abschließend noch schönen Dank an Dirk, der mich nach Hamburg zurück gefahren hat. Das dauerte weniger als ein Fünftel meiner Hinreise.

 

        
Vor dem Lauf, 09.56 Uhr   Nach dem Lauf, 15.10 Uhr

9Infos zum Marathon gibt es hier:
http://teichwiesen.myblog.de/


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