4. Sibirien-Marathon 2017
05. Februar 2017

Mein vierter Auftritt in Sibirien. Der Lauf um den kleinen Teich nördlich von Elmshorn gehört für mich inzwischen zum
Februar dazu wie mein Geburtstag. Den zwei Siegen in den Jahren 2014 und 2015 würde zwar kein dritter Triumph mehr
folgen, aber dafür gab es dieses Jahr etwas Neues: den Sibirien-Grönland-Cup. Eine Doppelwertung mit dem Grönland-
Marathon eine Woche später. Da konnte man eine Extra-Medaille und sogar einen Pokal abstauben.

Wichtiger Hinweis: Alle Bilder dieser Internetseite sind mein Eigentum. Sie dürfen ohne meine schriftliche Genehmigung
 nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden. Bei nicht-kommerzieller Nutzung, z.B. auf anderen privaten
 Internetseiten, bitte ich um kurze Mitteilung sowie um einen Quellenverweis auf meine Homepage. Vielen Dank. 

Langenmoor
9.20 Uhr

Die Anreise ist nervig:
12 Minuten mit Bus 20,
04 Minuten warten,
16 Minuten Bus 25,
15 Minuten warten,
20 Minuten Regionalbahn,
16 Minuten warten,
02 Minuten AKN.

Sibirien
9.24 Uhr

Von Tür zu Tür ist man gut zwei Stunden unterwegs, hat aber nie wirklich Zeit zum Frühstücken.

Sibirien
9.27 Uhr

Das Wetter nicht wirklich sibirisch. 2° bis 3°C, kein Regen, manchmal etwas windig.

In dem anderen Sibirien schien an dem Tag fast überall die Sonne. Bei allerdings -26°C.

Sibirien
9.28 Uhr

Interessant fand ich, daß auch im vierten Jahr es immer noch Leute gab, die echt glaubten, ich würde einen Wochenendtrip nach Rußland machen.

Sibirien
9.28 Uhr

Gerne würde ich hier mal bei Schnee und Eis laufen. Nur so der Originalität wegen. Und für tolle Fotos.

Sibirien
9.29 Uhr

Bevor ich mich um den administrativen Kram kümmerte, verschwand ich erst noch auf die Toilette. Das ist bei mir längst zum Dauerärger geworden. Ich sollte mit ein Wohnmobil anschaffen...

Sibirien
9.29 Uhr

Immerhin gibt es hier ja warme Toiletten. Es ist schon toll, wenn so ein Marathon von einem Restaurant gleich neben der Strecke unterstützt wird.

Sibirien
9.47 Uhr

Inzwischen hatte ich mich umgezogen und konnte nun die Startnummer abholen.

Sibirien
9.52 Uhr

Wieder dabei waren die nummerierten Becher. Das kostete zwar Zeit beim Trinken, ist aber maximal umweltfreundlich.

Sibirien
9.58 Uhr

Kurz vor dem Start noch einmal Toilette. Als wäre ich auch bei meinem 203. Marathon immer noch nervös.

Sibirien
10.03 Uhr

23 Marathon-Starter, vier Halbmarathon-Starter und sechs Staffeln. Während die Halbmarathon-Starter und Staffel vollzählig am Start waren, fehlten zehn der Marathon-Melder.

Sibirien
10.03 Uhr

Daß es trotzdem sehr voll war, lag dann vor allem an den Staffeln, die mit bis zu acht Läufern je Staffel antreten konnten.

Sibirien
10.04 Uhr

Bevor es los ging ein paar Worte von Gastgeberin Frau Thormählen und Veranstalter Christian.

Sibirien
10.06 Uhr

Der Countdown zum Start wurde gezählt...

Runde 1
10.07 Uhr / Km 0,2

... und ab ging das Feld.

Runde 1
10.09 Uhr / Km 0,6

Vorne wurde gleich Tempo gemacht. Und ich ließ mich dusseliger Weise zunächst mitziehen.

Runde 1
10.10 Uhr / Km 0,7

Das war für die erste der 59 Runden zu je 723,8 Metern kein Problem, wurde es aber recht bald.

Runde 5
10.22 Uhr / Km 3,0

Schon in Runde 5 war es mit dem Plan, die Runden in unter vier Minuten zu laufen, bereits vorbei.

3:44, 3:58, 3:56, 3:49, 4:00 Minuten. Falko auf der Suche nach einem Tempo.

Runde 7
10.33 Uhr / Km 4,9

Dabei ist Sibirien genau mein Kurs. Die vielen Kurven und der Spaß beim Überholen.

Runde 8
10.35 Uhr / Km 5,2

Und nachdem 2016 einmal im Uhrzeigersinn gelaufen worden war, ging es nun wieder wie 2014 und 2015 dagegen an.

In dieser Richtung war ich auf dieser Strecke noch ungeschlagen.

Runde 8
10.37 Uhr / Km 5,6

Nun war ich hier nicht zum Gewinnen angetreten, dafür war ich dann doch zu realistisch, aber einen guten Platz für die Cup-Wertung mit Grönland eine Woche später sollte es schon sein.

Runde 10
10.45 Uhr / Km 7,15

Danach sah es aber auch nicht aus. Ich fand in kein Tempo rein und wurde nebenbei hier schon zum zweiten Mal von Thomas überrundet.

Von den Staffelläufern will ich erst gar nicht reden.

Runde 10
10.45 Uhr / Km 7,238

Auch die Runden 9 und 11 lief ich nicht unter vier Minuten. Nach Runde 10 lag ich aber mit 39:10 Minuten immerhin 50 Sekunden und dem Vier-Minuten-Schnitt.

Runde 12
10.53 Uhr / Km 8,5

So allmählich kam ich dann doch in ein Tempo hinein. Das lag ziemlich genau auf der Vier-Minuten-Grenze.

Runde 16
11.07 Uhr / Km 11,2

Es war wohl Zeit, sich damit abzufinden, daß meine schnellen Jahre endgültig zu Ende waren.

Runde 16
11.08 Uhr / Km 11,3

Wenn man jeden Marathon irgendwie angeschlagen (Magen, Darm, Erkältung, Fuß kaputt...) angeht und auch unter der Wochen nur selten vernünftig läuft, dann werden irgendwann selbst Zeiten unter vier Stunden zum Problem.

Runde 16
11.08 Uhr / Km 11,4

Ganz schön was los auf der Strecke. Wenn es mal zu eng wurde, überholte ich gerne auch mal um die Bäume herum. Nur nicht vom Tempo gehen.

Runde 20
11.25 Uhr / Km 14,476

1:18:37 Stunden. Das war 83 Sekunden unter dem Vier-Minuten-Schnitt.

Aber auch nur, weil mich Dirk in den Runden 19 und 20 so schön mitgezogen hatte.

Runde 22
11.29 Uhr / Km 15,2

Dirk und ich waren uns ein wenig uneinig mit den Runden. Als er in meiner Runde 19 auf mich auflief, war ich ziemlich sicher, er würde mich überrunden. Dirk meinte jedoch, er wäre in derselben Runde wie ich und würde mich überholen.

Das führte dann später zu Problemen. Aber zunächst zog er mir hier davon. Das Tempo war mir auf Dauer zu hoch.

Runde 25
11.40 Uhr / Km 18,0

Meine Beschleunigungs-Kurve. Anstatt die enge Kurve direkt am Zaun zu laufen, lief ich einen Bogen um die Bäume herum. Das war zwar der längere Weg, aber ich verlor dabei kein Tempo. Im Gegenteil. Ich kam schneller aus der Kurve raus als rein.

Runde 30
12.03 Uhr / Km 21,35

1:57:25 Stunden dann beim Halbmarathon. Nach einer Pinkelpause und einem ersten Getränkestop am Verpflegungsstand hatte ich plötzlich nur noch 35 Sekunden Vorsprung auf den Vier-Minuten-Schnitt.

Runde 32
12.11 Uhr / Km 22,8

Ich wurde langsamer. Die Rundenzeiten wurde ganz allmählich langsamer.

Runde 36
12.30 Uhr / Km 26,0

In Runde 34 schaffte ich noch 3:54 Minuten. Ab da ging es mit 4:01 bis 4:11 Minuten je Runde weiter.

Runde 39
12.41 Uhr / Km 28,1

Bei Trinkpausen dauerte die Runde noch 15 bis 20 Sekunden länger. Man verliert viel Zeit und auch Rhythmus, wenn man sich selbst einschenken muß.

Runde 40
12.44 Uhr / Km 28,4

Die Staffelläufer waren immer noch bestens drauf. Ich hingegen knackte in dieser Runde meinen Vier-Minuten-Schnitt. Und zwar in negativer Hinsicht.

Runde 42
12.54 Uhr / Km 30,2

Vier Minuten pro Runde wären 3:56 Stunden im Ziel gewesen. Verlor ich weiter Sekunde um Sekunde pro Runde, dann lief es eher auf ein knappes Rennen an der Vier-Stunden-Marke hinaus.

Runde 43
12.58 Uhr / Km 31,0

4:02, 4:12, 4:02, 4:40 (mit Trinken) Minuten. Um unter vier Stunden zu bleiben, konnte ich so um die13 Sekunden je Runde verlieren.

Runde 44
13.00 Uhr / Km 31,4

Keine Frage. Ich brauchte dringend neue Motivation. Und die kam dann auch. Allerdings war es nicht diese Trommel-Gruppe, die plötzlich auftauchte und ein paar Runden lang für gute Laune sorgte.

Runde 45
13.07 Uhr / Km 32,571

3:01:04 Stunden. Das war 64 Sekunden über dem Vier-Minuten-Schnitt und 2:55 Minuten unter dem Vier-Stunden-Plan.

Runde 46
13.08 Uhr / Km 32,7

Aber dann kam Thomas. Der Führende hatte mich sechsmal überrundet und schickte sich nun an, es ein siebtes Mal zu tun.

Runde 48
13.15 Uhr / Km 34,0

Aber da wurde so leicht  nichts draus. Während er nun etwas langsamer wurde, gab ich wieder ein wenig Gas. Die Folge: er blieb hinter mir.

Runde 48
13.18 Uhr / Km 34,6

Und wenn er dann mal zum Überrunden ansetzte, dann kam wie hier mein Talent zum Überholen ins Spiel und ich zog um die Läufer und Bäume wieder an ihm vorbei.

Runde 50
13.23 Uhr / Km 35,7

Nun lagen meine Runden-Zeiten bei 3:37 bis 3:44 Minuten. So einfach ist das also.

Runde 50
13.26 Uhr / Km 36,19

3:19:37 Stunden dann nach 50 Runden. Das war schon wieder 43 Sekunden unter dem Vier-Minuten-Schnitt.

Runde 51
13.26 Uhr / Km 36,3

Ich werde Marathons wohl nie verstehen. Eben noch am Ende der Kräfte und plötzlich laufe ich meine Runde fast 15% schneller.

Runde 51
13.28 Uhr / Km 36,7

Nun war ich also wieder auf dem geplanten Kurs. Jedenfalls auf Minimal-Kurs, denn ursprünglich wollte ich wegen der Cup-Wertung schon gerne an die 3:50-Stunden-Marke heran laufen.

Runde 52
13.34 Uhr / Km 37,638

Nun hatte ich ein Problem. Nicht weil Thomas mich kurz vor Ende meiner 52. Runde in seinem Zielspurt doch noch ein siebtes Mal überrundet hatte, sondern weil er jetzt fertig war und mich nicht mehr über den Kurs jagen würde.

Er gewann nach 3:27:03 Stunden. Das war 6:57 Minuten schneller als meine Siegerzeit von 2015.

Runde 53
13.36 Uhr / Km 38,2

Fotostop und Trinkpause. Die Runden 52 und 53 waren dadurch wieder länger gewesen, aber danach gab ich wieder Tempo, lief die Runden in 3:48 Minuten.

Runde 54
13.39 Uhr / Km 38,7

Da war dann noch die Sache mit Dirk. Wie schon in meiner Runde 19 waren wir uns nicht ganz einig, ob es nur überholen oder überrunden war. Ich war mir ziemlich sicher, daß ich in hier überholte, er war sich sicher, daß nicht.

Also fragte ich am Ende der Runde am Zählstand nach und erfuhr, daß ich mich nicht verzählt hatte.

Nur noch fünf Runden für mich und einen Platz nach vorne gelaufen.

Runde 56
13.47 Uhr / Km 40,3

Für mich lief es jetzt. Ich war nur eine Sekunde je Runde langsamer als während den Runden, in denen Thomas mich noch jagte.

Runde 57
13.50 Uhr / Km 40,8

Nun lief ich doch noch auf ein ansatzweise gutes Ergebnis hinaus. Was das für die Cup-Wertung bedeutete, würde ich eh erst erfahren, wenn ich die Ergebnisliste von Sibirien mit der Teilnehmerliste von Grönland abgleichen würde. Wobei man sich dort immer noch anmelden konnte. 

Runde 58
13.57 Uhr / Km 41,98

Ab ging es in die letzte Runde.

Runde 59
13.57 Uhr / Km 42,1

2014: 3:51:04 Stunden
2015: 3:34:00 Stunden
2016: 3:58:24 Stunden

Es würde meine drittbeste Zeit hier werden. Das war schon einmal klar.

Runde 59
13.59 Uhr / Km 42,5

Noch ein paar Kurven und ein paar Überrundungen...

Runde 59
14.00 Uhr / Km 42,65

... und schon war ich auf der Zielgeraden.

Finish
14.01 Uhr / Km 42,704

Das hatte geschlaucht. Mit 3:35 und 3:36 Minuten waren die letzten beiden Runden meine schnellsten an dem Tag.

Finish
14.02 Uhr / Km 42,704

Nach meiner Messung war ich nach 3:53:39 Stunden im Ziel gewesen. Die EDV warf 3:54:09 Stunden aus,.

Seltsam. Ein Fehler bei der Rundenzählung hätte ich verstanden. Einmal nicht dicht genug an dem Zähl-Dings vorbei gelaufen. Aber eine falsche Zeit?

Finish
14.02 Uhr / Km 42,704

Erst einmal war das egal. Mit Christian einigte ich mich später, daß wir das noch einmal überprüfen würden, falls es für die Cup-Wertung wichtig sein sollte.

Nun freute ich mich über meine Marathon-Medaille Nr. 203.

Sibirien
14.03 Uhr

Eine Überraschung gab es dann noch. Ich war Dritter geworden. Hinter Thomas war der lange auf Platz Zwei liegende Läufer aus dem Rennen gegangen. Danach kam noch Stefan und dann schon ich.

Sibirien
14.04 Uhr

Während meines irren Schlußviertels hatte ich dann noch Carsten (Foto oben) und Dirk überholt.

Platz Drei war gut für die Cup-Wertung. Ich mußte "nur" auspassen, daß mich niemand überholte.

Sibirien
14.09 Uhr

Siegerin bei den Damen wurde Monika (Nr. 14). Aber noch nicht jetzt, sondern erst bei 4:26:16 Stunden, also wohl fünf Runden später.

Sibirien
14.33 Uhr

Ich mußte dringend ins Warme und mich schnell umziehen. Nach dem Lauf kühlte man schnell aus und krank war ich nun lange genug gewesen in den sieben Woche seit Pisa.

Sibirien
14.33 Uhr

Im Restaurant gab es wie jedes Jahr ein tolles Buffet und Getränke satt.

Sibirien
14.48 Uhr

Und speziell für mich wie jedes Jahr einen Kakao. Der ist so lecker. Alleine dafür lohnen sich schon die € 12,00 Startgebühr.

Sibirien
15.19 Uhr

Von dem leckeren Buffet will ich gar nicht reden.

Sibirien
15.19 Uhr

Eigentlich habe ich nach Marathons nie Hunger, aber wenn man erstmal eine Weile den köstlichen Geruch genossen hat, beginnt man doch mit dem Essen.

Sibirien
15.20 Uhr

Die große Masse der Esser sind die Staffeln, aber auch hier war noch genug von allem da. Und fast alles war noch schön warm.

Sibirien
15.20 Uhr

Dazu gab es leckeren Nachtisch. Die Gefahr ist, hoch, daß man am Ende des Tages mehr wiegt als am Morgen.

Sibirien
16.32 Uhr

Da die AKN-Bahn nur einmal die Stunde fuhr und ich mich irgendwann auch mal zu Hause blicken lassen sollte, mußte ich bald Abschied nehmen.

Sibirien
16.34 Uhr

Nächstes Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Laufen, überholen, essen. Sibirien ist einfach perfekt.

Kaum gelaufen und zurück zu Hause meldete ich mich gleich für den 5. Sibirien-Marathon am 4. Februar 2018. Und auch für
den 5. Grönland-Marathon eine Woche später bin ich gemeldet und für den 2. Sibirien-Grönland-Cup gleich mit. Wird Zeit, daß
ich für die Medaillen und (hoffentlich) weiteren Pokal Platz schaffe. :-)

        
Vor dem Lauf, 9.56 Uhr   Nach dem Lauf, 13.52 Uhr

Infos zum Marathon gibt es hier:
http://teichwiesen.myblog.de


Zurück zur Hauptseite
(c) 2017 by Scat-Soft