24. TUI Marathon Hannover 2014
27. April 2014

4. Der Marathon - Zweite Hälfte

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Friesenstraße
10.45 Uhr / Km 21,4

Voraus der Telemoritz oder auch VW-Tower. 1958/59 als Fernmeldeturm gebaut, 141 Meter hoch.

Friesenstraße
10.46 Uhr / Km 21,5

Der dritte Staffelwechsel. Das bedeutete frische Läufer auf de Strecke was wiederum einige schnelle Überholmanöver nach sich zog.

Friesenstraße
10.46 Uhr / Km 21,5

Aber von überholenden Läufern ließ ich mich nicht nervös machen. Inzwischen gibt es zu viele Marathons mit Staffeln dabei. Oder Marathons mit vielen Runden.

Friesenstraße /
Hamburger Allee
10.47 Uhr / Km 21,7

Den VW-Tower ließen wir links liegen.

Hamburger Allee
10.47 Uhr / Km 21,8

Ein bißchen Hauptstraße mußte es dann auch mal wieder sein.

Celler Straße
10.51 Uhr / Km 22,5

Diesmal geht es an der Apostelkirche vorbei.

Edenstraße
10.51 Uhr / Km 22,5

Da an der Ecke stand ein kleines Mädchen mit einem Schild. Darauf ein Herz und der Spruch "Drück hier für neue Kraft" (oder ähnlich, das Foto ist nix geworden).

Edenstraße
10.53 Uhr / Km 22,8

Händeabklatschen nehme ich immer gerne mit.

Edenstraße / Jakobistraße
10.53 Uhr / Km 22,9
Jakobistraße
10.54 Uhr / Km 23,0

Kilometer 23. Nun dauerte mein Ausreißversuch vor den 3:30-Tempo-Läufern mehr als zehn Kilometer. Und es lief immer noch gut und es waren nur noch 19,2 Kilometer bis ins Ziel.

Jakobistraße
10.55 Uhr / Km 23,2

Es folgte bald der sechste Verpflegungspunkt. Durst war genug da.

Waldstraße / Liebigstraße
10.59 Uhr / Km 24,0

Nun wurde es richtig kurvig. Im Zick-Zack ging es durch die Straßen. Fand ich gut. Ich mag es kurvig.

Lister Kirchweg
11.01 Uhr / Km 24,4

Verpflegungspunkt Sieben war ein Erfrischungspunkt. Aber es gab zu trinken.

Nun fiel aber immer mehr auf, daß es ausschließlich Wasser zu trinken gab. Kein Iso, keine Schorle, kei Tee, kein nix. Nur Wasser. Dazu gab es allerdings Gels. Da konnte man dann wohl mischen, wenn man das Zeug verträgt.

Lister Kirchweg
11.01 Uhr / Km 24,4

Na toll. Ich kriegte Wasser und die Helfer tranken Coca-Cola.

Ich meine, ich gönnte den fleißigen Helfern natürlich die Coca-Cola. Ich wollte aber auch.

Ackerstraße
11.04 Uhr / Km 25,0

Knapp über zwei Stunden war ich unterwegs und schon bei Kilometer 25. Echt ein Wahnsinn.

Am Vortag war ich noch 18,5 Kilometer / 1:45 Stunden durch Hannover gelaufen und hatte danach noch ein paar Stunden Sightseeing betrieben. Davon war nichts zu spüren.

Wöhlerstraße /
Lister Kirchweg
11.05 Uhr / Km 25,3

Voraus die Matthäuskirche List. Die fröhliche Kurverei ging weiter.

Lister Kirchweg
11.06 Uhr / Km 25,5

Das sieht doch gemütlich aus. Die waren ganz schön laut. Klatsche und Trommel inklusive.

Isernhagener Straße
11.10 Uhr / Km 26,4

Verpflegungspunkt Acht. Der nächste wichtige Punkt in diesem Rennen.

Zunächst fiel mein Blick hier auf das Shirt vor mir.

Isernhagener Straße
11.10 Uhr / Km 26,4

Als Skandinavien-Fan fand ich ein Renntier natürlich toll.

Isernhagener Straße
11.10 Uhr / Km 26,4

Aber dann erblickte ich etwas viel schöneres. Augenblicklich schaltete ich in den Spurtmodus und raste los.

Konnte es wahr sein?

Isernhagener Straße
11.10 Uhr / Km 26,4

Oh ja. COCA-COLA. Ganz richtige und wahre echte COCA-COLA. Und sogar für mich um Trinken.

Endlich mal etwas anderes als nur Wasser.

Isernhagener Straße
11.11 Uhr / Km 26,6

Nun ging es gleich viel besser. Bis Koffein und Zucker loslegen würden, würde es sicher noch etwas dauern, aber im Kopf war große Freude. Und auch Erleichterung. Denn noch 15,8 Kilometer hätte ich nur mit Wasser kaum überlebt. Nun konnte es weitergehen.

Isernhagener Straße
11.11 Uhr / Km 26,7

Es folgte das erste Treffen mit dem Halbmarathon. Der wurde 90 Minuten nach dem Marathon gestartet und die Strecke traf immer wieder mit der des Marathons zusammen.

Isernhagener Straße /
Werderstraße
11.12 Uhr / Km 26,8

Auch zuvor war ich schon Abschnitte gelaufen, wo auch der Halbmarathon entlang führte, aber da waren noch keine Läufer des Halbmarathons.

Da er einem Auto mit einer Uhr oben drauf folgte, war er wohl der Führende bei Km 13 des Halbmarathons.

Werderstraße /
Vahrenwalder Straße
11.12 Uhr / Km 26,9

Das Treffen von Marathon und Halbmarathon war hier aber nur kurz und schon trennten sich die Weg wieder.

Vahrenwalder Straße
11.13 Uhr / Km 27,0

Links gab es sogar schon Medaillen. Das war mir bei den vorherigen Wechseln der Staffeln gar nicht aufgefallen.

Vahrenwalder Straße
11.14 Uhr / Km 27,2

Nun wurde es langweiliger. Diese breite Straße war doch recht öde. 

Vahrenwalder Straße
11.20 Uhr / Km 28,5

Die Anzahl der direkten Mitläufer nahm auch immer mehr ab. Nun wurde der Weg von einem Überholen zum nächsten auch immer weiter. 

Büttnerstraße
11.21 Uhr / Km 28,8

Der Norden Hannovers war nicht so spannend. Aber auch da mußte man sich durchbeißen.

Im Ohtfelde
11.25 Uhr / Km 29,6

Wieder Getränke. Diesmal gepaart mit flotter Live-Musik. Es gab also doch noch Zuschauer.

Im Ohtfelde
11.27 Uhr / Km 30,0

Allerdings gab es Zuschauer hier nur sehr kurz. Schade.

2:24:50 Stunden hier bei Kilometer 30. Nur 47:22 Minuten für die dritten zehn Kilometer. Das war noch eine kleine Steigerung zu den zweiten Zehn.

Philosophenweg
11.30 Uhr / Km 30,8

Und weiter ging es. Obwohl ich schon gut vier Minuten Vorsprung haben mußte, rechnete ich immer noch mit den 3:30-Stunden-Läufern. Denen lief ich nun seit 18 Kilometern erfolgreich davon. Und jetzt waren es nur noch 11,4.

Philosophenweg
11.31 Uhr / Km 31,0
Kopernikusstraße
11.32 Uhr / Km 31,2

Es folgte das nächste Treffen mit der Strecke des Halbmarathons. Diesmal war da deutlich mehr los auf der Straße.

Während wir Marathonies uns 4,2 Kilometer durch den Norden gequält hatten, waren die Halbmarathonies nach nur 500 Meter dort gewesen.

Weidendamm
11.35 Uhr / Km 31,8

Hier wurde die Strecke kurze Zeit recht wellig.

Die Halbmarathonies hatten ungefähr mein Tempo. Es war so die Gruppe, die auf eine Endzeit um die 1:40 Stunden hinaus lief.

Scheffelstraße
11.38 Uhr / Km 32,5

Verpflegungspunkt Zehn. Und wieder Coca-Cola. Sehr gut. Vorab noch etwas vom Wasser und es konnte frisch weitergehen.

Scheffelstraße /
Engelbosteler Damm
11.38 Uhr / Km 32,6
Engelbosteler Damm
11.39 Uhr / Km 32,8

Jetzt war es 20 Kilometer her, daß ich auf Grund eines Zufalls vor den 3:30-Tempo-Läufer zu liegen kam und mir einfach mal dachte, einen Ausreißversuch zu wagen.

Bis dahin sehr erfolgreich und nur noch 9,4 Kilometer bis ins Ziel.

An der Lutherkirche
11.40 Uhr / Km 33,0

Wohl nicht zuletzt auch wegen der vielen Läufer des Halbmarathons war an der Strecke nun wieder mehr los.

An der Lutherkirche
11.41 Uhr / Km 33,1

Prima Stimmung kann man sagen. Sieht so aus wie Karneval in Hannover

Schaufelder Straße
11.42 Uhr / Km 33,3

Musik hatte ich zwar auch auf dem mp3-Player, aber Stimmung von außen kommt immer gut. Auch schon rein visuell.

Appelstraße
11.44 Uhr / Km 33,7

Für mich lief es immer noch gut. Die Beine machten mit und auch sonst war von Ermüdung noch wenig zu merken.

Nienburger Straße
11.46 Uhr / Km 34,2

Umkehren wäre jetzt auch blöd.

Wohl war, zumal wir gerade die Wende im Norden hinter uns gebracht hatten und nun Richtung Ziel liefen. Das galt für den Halbmarathon (noch ca. 4 Km) noch mehr als für uns (noch ca. 8 Km).

Nienburger Straße
11.46 Uhr / Km 34,3

Wenn schon, dann wäre ein Umsteigen in Stadtbahn clever gewesen. Aber das tat natürlich niemand.

Links der Park ist schon die Herrenhäuser Gärten. Dort werden wir noch längere Zeit zu laufen haben. Später...

Nienburger Straße
11.50 Uhr / Km 35,0

Nun war ich bei Kilometer 35 angekommen. Noch war ich keine 2:50 Stunden unterwegs. Bei dem Tempo konnte ich auch auf 3:25 Stunden kommen. Oder schneller?

Nienburger Straße
11.51 Uhr / Km 35,2

Die Leibniz Universität  Hannover.

Nienburger Straße
11.51 Uhr / Km 35,2

Vor der Universität das Niedersachsenpferd und ganz vorne laufe ich.

Nienburger Straße
11.52 Uhr / Km 35,3

Meter um Meter lief ich voran. Und mit jeden Meter kam ich dem Ziel näher.

Klingt dämlich, aber ist ein prima Mantra.

Nienburger Straße
11.52 Uhr / Km 35,4

Das hatten wir doch schon. Oder hatte ich ein Déjà-vu?

Bremer Damm
11.55 Uhr / Km 36,0

Nach knapp fünf Kilometern gemeinsamen Laufes hieß es Abschied nehmen. Die Strecken von Marathon und Halbmarathon trennten sich hier am südlichen Ende der Herrenhäuser Gärten.

Herrenhäuser Allee
11.56 Uhr / Km 36,4

Und plötzlich wurde es ganz einsam um uns herum, Die vielen Halbmarathonies waren weg und Zuschauer waren auch praktisch keine mehr da. Die standen alle ein paar Meter weiter rechts an der Nienburger Straße.

Herrenhäuser Allee
11.59 Uhr / Km 37,0

Knapp 2:57 Stunden auf der Uhr. Noch 5,2 Kilometer. Konnte ich vielleicht den Marathon von Hannover doch noch auf Platz Zwei meiner schnellsten Läufe rennen? 3:22:52 Stunden galt es dafür zu schlagen. Die Zeit von Bremerhaven 2009. Damals persönliche Bestzeit.

Die 3:19:27 Stunden von Hamburg 2012 waren nicht machbar. Aber 3:22:52?

Herrenhäuser Allee /
An der Graft
12.03 Uhr / Km 37,8

Der nördlichste Punkt in den Herrenhäuser Gärten war erreicht. Von nun an ging es Richtung Ziel.

Noch 4,4 Kilometer.

An der Graft
12.04 Uhr / Km 38,0

Wieder eine hübsche Zone Grün in Hannover.

An der Graft
12.04 Uhr / Km 38,0

Hier kämpfte ich nun ganz alleine um meine Zeit. Und das wurde jetzt härter und härter. Aber noch hielt ich das Tempo hoch.

An der Graft
12.04 Uhr / Km 38,0

Da war nur noch selten jemand, an den man sich dranhängen oder von dem man sich hätte ziehen lassen können.

Georgengarten
12.05 Uhr / Km 38,2

Mit dem aktuellen Tempo lief ich inzwischen Richtung 3:22 Stunden. Das galt es aber noch durchzuhalten.

Georgengarten
12.07 Uhr / Km 38,6

Gefahren lauern bei einem Marathon ab bekanntlich überall. Auch im Park durch Bäume.

Georgengarten
12.08 Uhr / Km 38,8

Rechts das Wilhelm Busch Museum, das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst. Was es nicht alles gibt.

Georgengarten
12.09 Uhr / Km 39,0

Und wieder ein Kilometer geschafft. Und immer noch hatte ich das Tempo drauf.

Jägerstraße
12.10 Uhr / Km 39,2

Sonne. 20°C. Für die Läufer ganz vorne war es zu warm für Spitzenzeiten. Mir war es zwar auch warm, aber mit dem oft kühlenden Wind war es noch erträglich.

Jägerstraße / Lodyweg
12.12 Uhr / Km 39,7

Und dann trafen wir wieder auf den Halbmarathon. Seit der Streckentrennung bei Km 36 waren die Läufer des Halbmarathons nur 250 Meter unterwegs.

Das Halbmarathonfeld war um ein vielfaches dichter als das des Marathons. Und es war hier deutlich langsamer. Ich lief wie in eine Wand hinein.

Wilhelmshavener Straße
12.13 Uhr / Km 40,0

3:11:25 Stunden auf der Uhr. Da waren 3:22 Stunden zum Greifen nahe.

46:35 Minuten war ich auf den vierten zehn Kilometern unterwegs gewesen. Nur in Bremerhaven 2009 war ich in einem Marathon auf einem 10-Km-Abschnitt mal schneller (46:28 Minuten für die Km 0 bis 10) gewesen.

Wilhelmshavener Straße
12.13 Uhr / Km 40,1

Der 13. und letzte Stand mit Verpflegung. 2,1 Kilometer vor dem Ende kippte ich mir noch schnell was in den Hals und weiter ging es.

Königsworther Straße
12.15 Uhr / Km 40,4

Ich war deutlich schneller als die Masse. Die Läufer des Halbmarathons liefen auf eine Endzeit um die 1:52 Stunden zu (5:30 Min/Km), waren aber meist langsamer unterwegs. Ich lief auf 3:22 Stunden im Marathon zu (4:48 Min/Km), war aber im Schlußabschnitt schneller.

Königsworther Straße /
Brühlstraße
12.17 Uhr / Km 40,8

Im Zick-Zack und auch den Bürgersteig mit nutzend kämpfte ich mich durch das Feld. Hauptsache, ich hielt irgendwie das Tempo.

Brühlstraße
12.18 Uhr / Km 41,0

Nun war allmählich klar, daß dies mein zweitschnellster Marathon werden würde. Die3:22:52 Stunden-Marke würde fallen. Und ich war sogar auf Kurs zu 3:21 Stunden.

Immer davon ausgehend, daß das Km-41-Schild nicht falsch stand.

Brühlstraße
12.19 Uhr / Km 41,3

Nur noch ein Rest von weniger als einem Kilometer.

Leibnizufer
12.20 Uhr / Km 41,5

Diese letzte lange Straße zog sich endlos hin. Da war es fast ein Glück, daß ich mit dem Überholen so viel zu tun hatte.

Leibnizufer
12.21 Uhr / Km 41,8

Da wurde es schon sehr eng auf der Straße. Besonders wenn da die Zuschauer auch noch die Gasse schmal machen.

Leibnizufer
12.22 Uhr / Km 41,9

Einen 3:15-Stunden-Läufer überhole ich auch nicht alle Tage. Allerdings auf 3:15-Stunden-Kurs war er nicht mehr.

Friederikenplatz
12.22 Uhr / Km 42,0

Rechts neben mir mal ein anderer Marathonläufer. Ansonsten ging man in der Menge der Läufer des Halbmarathons unter.

Foto: Marathon-Photos

Friederikenplatz /
Friedrichswall
12.22 Uhr / Km 42,0

Die letzte Kurve war nun auch geschafft. Jetzt noch 200 Meter stur geradeaus. Und nun war auch genug Platz zum Überholen.

Friederikenplatz /
Friedrichswall
12.22 Uhr / Km 42,0

Ab in den Schlußspurt. Das müssen die Beine nun noch aushalten. Es war ja fast geschafft.

Foto: Marathon-Photos

Friedrichswall
12.23 Uhr / Km 42,1

Die letzten Meter eines wahrlich denkwürdigen Marathons. Man läuft ja nicht ständig den persönlich zweitschnellsten Marathon.

Friedrichswall
12.23 Uhr / Km 42,15

Ich ließ aber auch nicht nach und kämpfte bis auf die Ziellinie um jede mögliche Sekunde.

Was für ein Tag.

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