1. VIVAWEST-Marathon Gelsekirchen 2013
12
. Mai 2013

Zwischen 2003 und 2009 gab es sechsmal einen Ruhrmarathon (auch Karstadt-Ruhrmarathon). Auf verschiedenen Punkt-zu
Punkt-Strecken, teilweise mit mehreren Startorten (von Dortmund und Oberhausen nach Essen) lief man durch das
Ruhrgebiet. Als der Hauptsponsor dann in finanzielle Schieflage geriet, verschwand auch der Marathon.

Für 2013 wurde die Idee von der Vivawest GmbH (Deutschlands drittgrößtem Wohnungsunternehmen) wieder aufgenommen.
Jetzt auf einem Ruhrgebiets-Rundkurs mit Start und Ziel in Gelsenkirchen.

Samstag, 11. Mai 2013
Gelsenkirchen,
Bahnhofcenter / Bahnhofstraße

Bei zeitweise regnerischem Wetter machte ich am Vortag des Marathons eine kleine Tour durch Gelsen-kirchen.

Gelsenkirchen,
Verwaltungsgericht
Gelsenkirchen,
Bahnhofstraße

An dem Nachmittag war noch das letzte Heimspiel von Schalke 04 in der Bundesliga-Saison 2012/ 2013 gegen den VFB Stuttgart. Das ging mit 1:2 verloren. Aber das wußte zu dem Zeitpunkt noch keiner.

Gelsenkirchen,
Bahnhofstraße
Gelsenkirchen,
Heinrich-König-Platz,
Propsteinkirche St. Augustinus
Gelsenkirchen,
St. Georgs-Kirche
Gelsenkirchen,
Hauptportal des Grillo-Gymnasiums
Gelsenkirchen,
Musiktheater / Florastraße
Gelsenkirchen,
Musiktheater

Neben dem Musiktheater war das Zelt der Marathon-Messe und der Startnum-mernausgabe aufgebaut. .

Die Marathon-Messe war recht übersichtlich. Wenn einem aber noch etwas für den Lauf gefehlt hätte, der hätte es hier bekommen.
Mit den Startunterlagen ging es schnell. Hatte auch seine Vorteile, wenn man bei Regen zum Zelt kommt.
Gelsenkirchen,
Ebertstraße / Florastraße / Haltestelle Musiktheater

Nachdem der Nachmittag in Dauerregen versank und die Innenstadt mit (zwar friedlichen, aber eben sehr vielen und sehr lauten) Fußball-Fans überfüllt war, legte ich mich lieber ins Bett und holte ein wenig Ruhe nach, die ich in der Woche zuvor im Paris-Urlaub nicht hatte.

     

Sonntag, 12. Mai 2013
Overwegstraße, 8.35 Uhr

Regen vor dem Marathon. Bei kühlen 7°C war ich schon auf dem Weg zum Start durchgefroren und naß. Und schon naß und kalt am Start zu stehen ist ganz blöde.

Overwegstraße, 8.40 Uhr

So ein Mistwetter bringt natürlich auch Vorteile. Wer erkennt, was hier vor den Dixie-Klos fehlt?

Genau: die Warteschlange.

Overwegstraße, 8.46 Uhr

Wie man sieht hat die Stadt neben dem Marathon noch mehr zu bieten.

Mein Rückenschild für den Vivawest-Marathon.
Overwegstraße, 8.49 Uhr

Zwei Startblöcke gab es für den Marathon. Grün und Petrol. Nette Farbwahl. Selbst die Kontrolleure am Eingang konnten die Farben kaum unterscheiden. So nebeneinander gehalten war der Unterschied sichtbar, aber jede Farbe für sich war ein Rätsel.

Obwohl per Lautsprecher immer darauf hingewiesen wurde, daß der Check-In für den Block um 8.45 Uhr geschlossen würde, ging es bis kurz vor Start weiter. Bei dem Wetter kamen viele halt sehr spät.  

Overwegstraße, 8.56 Uhr

In Erinnerung an die Opfer des Terror-Anschlages auf den Boston-Marathon am 15.04.2013 bekam jeder Läufer einen Luftballon mit in den Startblock. Nach einer Schweigeminute wurde diese dann losgelassen.

Overwegstraße, 8.56 Uhr

Prima Idee. Auch wenn die Sache mit dem Stiegen lassen von Luftballons in einer Allee mit gewissen Problemen verbunden ist.

Overwegstraße, 8.57 Uhr

Nicht weit voraus konnte ich schon einmal den Ballon der 4-Stunden-Läufer sehen. Dem sollte eine Hauptrolle des Marathons zukommen.

Overwegstraße, 8.59 Uhr

1199 Marathonläufer und 2568 Halbmarathonläufer waren am Start. Dazu kamen 206 Halbmarathon-Walker und 220 Staffeln von Schulen und Firmen mit vier bis sechs Läufern.

Auf die Veranstalterangabe von 7000 Teilnehmer komme ich damit nicht, aber es waren schon sehr viele.

Overwegstraße, 9.03 Uhr

Drei Minuten Verspätung waren es dann zum Start. Dafür ließ sich aber für einen Moment sogar die Sonne blicken und es war trocken. Das ließ doch Hoffnungen für einen schönen Lauf aufkommen.

Overwegstraße
9.04 Uhr / Km 0,05

Und dann ging es auf die Strecke. 42,195 Kilometer durch das Ruhrgebiet lagen vor mir.

Overwegstraße
9.04 Uhr / Km 0,1

Vom Marathon rund um den Baldeneysee und den Bertlicher Straßenläufen kannte ich ja schon, daß das Ruhrgebiet weit grüner ist als man es im Allgemeinen glaubt. Ich freute mich also auf mehr als nur auf Beton, Stahl und Asphalt.

Feldmarkstraße
9.06 Uhr / Km 0,5

Recht bald nach dem Start die erste Herausforderung mit dieser Brückenunter-führung. Runter... rauf... puh... erste Bergwertung.

Hans-Böckler-Allee
9.14 Uhr / Km 1,8

Mein Plan war es, so lange es ging im Bereich einer Vier-Stunden-Zielzeit zu laufen. Das Zeil schien mir schwer, aber möglich. Also Grund genug, es zumindest zu versuchen.

Hördeweg
9.16 Uhr / Km 2,0

So hielt ich mich von Beginn an in Sichtweite des Ballons mit der "4:00" auf.

Hördeweg
9.16 Uhr / Km 2,2

Schon wieder eine leichte Steigung. Richtig flach ist das Ruhrgebiet nicht. Richtig bergig aber auch nicht.

Hördeweg
9.19 Uhr / Km 2,7

Und dann kam schon der erste Verpflegungsstand. Wasser, Iso und sogar schon Coca-Cola. Bei den meisten Marathons gibt es die erste Verpflegung erst bei Km 5 und Cola erst im hinteren Bereich des Laufes. Aber besser zu viel als zu wenig.

Allerdings... selbst für mich als Coca-Cola-Junkie war Km 2,7 zu früh.

Middeldorper Weg
9.23 Uhr / Km 3,5

Aufschrift T-Shirt Mitte voraus:
"Das Leben ist wie ein Marathon. Am Start ist die Ungewißheit, da du nicht weißt was kommt - während des Laufens erlebst du alle Höhen und Tiefen - und im Ziel erreicht dich ein Gefühl vollster Zufriedenheit, da du es geschafft hast und alle Hindernisse überwunden hast!!"

Essen Zeche Zollverein
9.33 Uhr / Km 5,5

Die Zeche Zollverein war von 1847 bis 1986 aktives Steinkohlebergwerk und heute ein Industriedenkmal.

Kokerei Zollverein
9.35 Uhr / Km 6,0

Gleich neben der Zeche ist die Kokerei, die von 1961 bis 1993 aktiv und wurde zusammen mit der Zeche 2001 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Kokerei Zollverein
9.36 Uhr / Km 6,0
Zeche Zollverein
9.39 Uhr / Km 6,5

Fast zwei Kilometer läuft man durch das Industrie-denkmal.

Zeche Zollverein
9.42 Uhr / Km 6,5

In der Zeit überholte ich auch die Ballon-Läufer. So hatte ich bessere Foto-Sicht zu allen Seiten.

Ahrendals Wiese
9.46 Uhr / Km 7,5

Ja! Die Sonne kam raus und leuchtete auf die Strecke.

Herbertshof
9.56 Uhr / Km 9,5

Weiter ging die Reise durch Essen. Ganz im Gegenteil zum eigentlichen Essen-Marathon (auch als Rund um den Baldeneysee bekannt) läuft man hier wirklich durch Essen.

Stoppenberger Straße
10.00 Uhr / Km 10,0

56:04 Stunden bei Km 10. Damit lag ich gut in der Zeit und quasi 36 Sekunden vor der Vier-Stunden-Zeit.

Hofterbergstraße
10.08 Uhr / Km 11,5

Nein, die Häuser sind nicht schief gebaut, es ging hier tatsächlich heftig bergauf.

Klosterstraße
10.10 Uhr / Km 12,0

Das hohe Haus da rechts ist das Rathaus von Essen.

Porscheplatz / Rathaus Galerie Essen
10.11 Uhr / Km 12,0

Nächster Höhepunkt der Strecke dann der Lauf durch die Rathaus Galerie Essen.

Rathaus Galerie Essen
10.11 Uhr / Km 12,1

Laufen im Einkaufszentrum.

Rathaus Galerie Essen
10.12 Uhr / Km 12,2

Ein paar mehr Zuschauer hatte ich schon erwartet. Auch wenn es zu der Zeit draußen nicht regnete war es hier drinnen auf jeden Fall wärmer.

Rathaus Galerie Essen
10.12 Uhr / Km 12,3
Porscheplatz
10.12 Uhr / Km 12,3

Irgendwie gibt es den Porscheplatz auf beiden Seiten des Rathaus Galerie Essen.

Kennedyplatz
10.15 Uhr / Km 13,0

Eine große Runde durch die Essener Innenstadt und um den Kennedyplatz herum. Sonderlich viele Zuschauer hatten sich aber auch hier nicht versammelt.

Weberstraße
10.16 Uhr / Km 13,0

Die Kreuzeskirche auf dem Weg hinaus aus der Essener Innenstadt.

Meyer-Schwickerath-Straße
10.24 Uhr / Km 14,0

Kurz hinter Km 14 gab es eine Überraschung für mich. Der Ballon-Läufer mit den 4:00 überholte mich. Da hatte ich ausgerechnet in der Essener Innenstadt offenbar viel Zeit verloren. Dabei hatte ich das Gefühl gehabt, daß es dort gerade besonders gut gelaufen war.

Pferdebahnstraße
10.29 Uhr / Km 15,0

28:29 Minuten für die dritten fünf Kilometer. Zahlen lügen nicht. Ich war langsamer als zu Beginn.

Und ich hatte auch nicht mehr die Kraft, an der Ballon-Gruppe dran zu bleiben.

Vorne rechts zu sehen der Förderturm der Zeche Amilie.

Berthold-Beitz-Boulevard
10.35 Uhr / Km 16,0

Ich ließ mir etwas Zeit am Verpflegungsstand und legte die notwendige Pinkel-Pause ein. Die Ballon-Läufer waren nun in weite Ferne enteilt.

Bochold / Bottroper Straße
10.48 Uhr / Km 18,2

Bei Km 17 hatte ich dann die Idee, die 4:00-Ballon-Läufer einholen zu wollen. Also gab ich wieder Gas. Keine Ahnung, woher die neue Kraft kam, aber wenn ich gut drauf war, dann sollte ich das nutzen.

Km 18 war zu früh, um von dort nur einfach so ins Ziel zu schlendern.

Zu sehen war vom Ballon aber zunächst einmal nichts.

Bochold / Bottroper Straße
10.48 Uhr / Km 18,2

Die Straße hier war doch relativ langweilig. Da kam diese nette Abwechslung gerade recht.

Borbecker Straße
10.52 Uhr / Km 19,0

Gut 4,5 Kilometer ging es hier geradeaus. Zwar alles schön Grün an den Seiten, aber sonst langweilig.

Interessant war nur, daß ich mich tatsächlich langsam wieder an die 4-Stunden-BallonLäufer heran laufen konnte. Auch wenn sie auf dem Foto nicht zu sehen sind, waren sie schon in Sichtweite.

Borbecker Straße
10.57 Uhr / Km 20,0

28:35 Minuten für die nun vierten für Kilometer. Noch langsamer als die fünf Kilometer zuvor. Paßte aber, denn bei Km 15 lief ich noch beim 4:00-Ballon und nun dahinter.

1:53:08 Stunden insgesamt waren aber noch im Vier-Stunden-Plan.

Borbecker Straße
11.01 Uhr / Km 20,7

Den 3:00-Stunden-Ballon hatte ich eingeholt und auch überholt. Hmmm...

Borbecker Straße
11.01 Uhr / Km 20,8

Der nächste Verpflegungs-stand. Hier holte ich mir nun neben Iso auch Coca-Cola ab.

Die 4:00-Stunden-Ballon hatte ich fast eingeholt, verlor dann hier aber wieder ein paar Meter während des Trinkens.

Bottrop / Oskarsstraße
11.02 Uhr / Km 20,9

Damit war der nächste Ort erreicht. Und direkt voraus lief "mein" Ballon.

Oskarsstraße
11.02 Uhr / Km 21,0

Wenige Meter vor der Halbmarathon-Marke schaffte ich es, mit der Hand an den Ballon zu kommen. Das Ende einer vier Kilometer langen Aufholjagd.

Halbmarathon dann nach 1:59:12 Stunden. Der Ballon war prima in der Zeit. Und ich auch.

In der Welheimer Mark
11.15 Uhr / Km 23,5

Nun war ich zwar wieder am Ballon dran, konnte das Tempo aber nur schwer halten und drohte allmählich wieder abzufallen.

In der Welheimer Mark
11.17 Uhr / Km 24,0

Rasch griff ich mir ein paar Getränke, sah zu wie zwei aus der Gruppe hinter dem Ballon nicht mehr mithalten konnten und lief weiter.

In der Welheimer Mark
11.20 Uhr / Km 24,5

Nein, das ist kein Atom-kraftwerk, sondern die  Faultürme der Bottroper Kläranlagen. Das sagt man jedenfalls.

Haverkamp
11.23 Uhr / Km 25,0

27:54 Minuten für meine fünften fünf Kilometer. Das war flott, aber nicht mehr flott genug. Wie man auf dem Foto sah, war meine Gruppe um den 4:00-Stunden-Ballon ein ganzes Stück enteilt.

Haverkamp
11.24 Uhr / Km 25,1

Zwei doch eher mittelmäßig interessierte Zuschauer.

Welheim / Am Kämpchen / Flöttestraße
11.29 Uhr / Km 26,0

Und wieder bekam ich von irgendwoher neue Kraft und begann erneut, mich von hinten an die Vier-Stunden-Läufer heranzukämpfen.

Welheimer Straße
11.35 Uhr / Km 27,0

Diese Jagd ging etwas schneller und schon nach einem Kilometer war ich wieder am Ballon dran.

Würde dieses Mal die Kraft reichen? Noch waren über 15 Kilometer zu laufen.

Gungstraße
11.39 Uhr / Km 27,7

Und plötzlich war ich vor dem Ballon. Der Läufer mit dem Ballon hatte direkt hinter dem Verpflegungs-stand bei Km 27,5 einen kurzen Stop eingelegt. Und schon war ich vorbei und nun ohne Hilfe unterwegs.

Horster Straße
11.45 Uhr / Km 28,8

Nun kam gut 1,2 Kilometer ein Pendelstück, auf dem man ein paar Mitläufer dann auch mal von vorne sehen konnte.

Für mich war interessanter, bald meinen Vorsprung auf den 4:00-Stunden-Ballon zu sehen.

Horster Straße
11.48 Uhr / Km 29,3

Der Wendepunkt. Zum Glück ging es nach rechts. So enge Linkskurven kann ich mit meiner kaputten Hüfte links derzeit gar nicht machen. Schon das Ding hier meisterte ich eher humpelnd.

Aber davon abgesehen lief es hier erstaunlich gut. Wenn man mal bedenkt, daß ich schon bei Km 15 und 24 Einbrüche hatte...

Horster Straße
11.49 Uhr / Km 29,4

Gut 200 oder 250 Meter Vorsprung hatte ich schon herausgelaufen. Nun wußte ich natürlich nicht, wie viel Zeit der Ballon-Läufer bei seiner Pause hatte liegen gelassen. Und wenn der das wieder aufholen würde...

Horster Straße
11.52 Uhr / Km 30,0

2:48:12 Stunden hatte ich auf der Uhr, als ich über die Matte hier lief. Also 1:48 Minuten schneller als der geplante Vier-Stunden-Schnitt.

Für die sechsten fünf Kilometer hatte ich nur 27:10 Minuten gebraucht. Das dokumentiert meine "Flucht" nach vorne sehr gut.

Horster Straße
11.55 Uhr / Km 30,5

Und was so richtig schön war: ich war prima drauf und lief und lief und lief in einem tollem Tempo.

Aber noch waren es fast 12 Kilometer bis ins Ziel.

Horster Straße
11.56 Uhr / Km 30,7

Prima. Ich war schon auf dem direkten Wege nach Gelsenkirchen.

Heringstraße
12.03 Uhr / Km 32,0

Aber vor Gelsenkirchen ging es zunächst noch durch Gladbeck.

Heringstraße
12.08 Uhr / Km 33,0

So ganz ohne Zuschauer waren wir nicht, aber von der Veranstalterangabe von 100000 waren wir weit weit entfernt. Die Angabe der Polizei von 20000 war schon optimistisch genug.

Heringstraße / Horster Straße
12.11 Uhr / Km 33,5

Schon wieder eine Horster Straße und definitiv eine anderes als die zuvor. Zum Glück war hier alles prima markiert und beschildert, sonst wäre ich hier wohl ins Grübeln gekommen.

Industriestraße
12.19 Uhr / Km 35,0

Kurz gab es leicht Regen, aber nun schien die Sonne. Einen Regenbogen suchte ich aber vergebens.

27:06 Minuten brauchte ich für die nun siebten fünf Kilometer. Mein schnellster Abschnitt des Tages. Nun hatte ich einen klaren Vorsprung auf die 4:00-Stunden-Ballons.

3:15:18 Stunden auf der Uhr. Nun konnte ich schon mit 6:00 Min/Km unter vier Stunden ins Ziel kommen.

Industriestraße
12.21 Uhr / Km 35,3

Richtig schönes Wetter hatte wir plötzlich. Das war so nicht vorausgesagt, aber sehr willkommen.

Inzwischen hatten wir auch das Stadtgebiet von Gelsen-kirchen erreicht.

Strickerstraße
12.24 Uhr / Km 35,8

Interessante Brücke. Oben fährt die Eisenbahn. Aber in der Mitte?

Am Bugapark / Nordsternpark
12.25 Uhr / Km 36,0

Nun erreichte der Kurs die Zeche Nordstern. Ein ehemaliges Steinkohle-bergwerk.

Nordsternpark
12.26 Uhr / Km 36,2
Nordsternpark
12.27 Uhr / Km 36,3

Hier konnte man € 2,00 für einen guten Zweck spenden. Der Läufer wurde über den Chip registriert und das Geld vom Konto abgebucht. Gute Idee. Habe ich auch mitgemacht.

Nordsternpark
12.27 Uhr / Km 36,4

Die Verpflegungsstände waren richtig gut. Schön viel Platz, kein Gedrängel. Bei dem kühlen Wetter, als Highlight waren 13°C zu verbuchen, brauchte ich aber nicht ganz so viel zu trinken wie sonst oft.

Nordsternpark
12.28 Uhr / Km 36,5

Nach vielen Kilometern lockeren Tempo machen ging die Geschwindigkeit nun doch ein wenig in die Knie. Zum Einen ließen natürlich die Kräfte auch mal nach und zum Anderen brauchte ich für mein Sub-4-Stunden-Ziel nun auch nicht mehr so schnell zu sein.

Foto:
Sportonline Foto

Nordsternpark
12.28 Uhr / Km 36,5
Nordsternpark / Emscherbrücke
12.29 Uhr / Km 36,7

Innerlich zählte ich nun die Kilometer runter. Nun wollte ich nur noch wie auch immer ins Ziel.

Nordsternpark / Rhein-Herne-Kanal
12.31 Uhr / Km 37,0

Der Blick auf diese Kanal-Brücke wurde leider durch eine Baustelle behindert. Aber man hatte genug Platz zum Laufen. Hauptsache, da kam keiner mit Hund von vorne...

Nordsternpark
12.34 Uhr / Km 37,5

Der Nordsternpark ist recht groß. 1993 wurde er nach der Stilllegung der Zeche Nordstern eröffnet und beherbergte im Jahr 1997 die Bundesgartenschau.

Nordsternpark / Brücke Lehrhovebruch
12.35 Uhr / Km 37,7

Und mit dieser Brücke war der Nordsternpark nach fast zwei Kilometern dann zu Ende.

Fersenbruch
12.39 Uhr / Km 38,4

Stück für Stück kämpfte ich mich Richtung Ziel. Noch ging es mit den Reserven, aber viel länger sollte der Lauf nicht dauern.

Hans-Böckler-Allee
12.48 Uhr / Km 40,0

28:33 Minuten war ich auf den achten fünf Kilometern unterwegs. Das war nur knapp langsamer als der Vier-Stunden-Schnitt.

Aber mit 3:43:52 Stunden auf der Uhr konnte mir kaum noch etwas passieren.

Hans-Böckler-Allee
12.50 Uhr / Km 40,4

Ganz klar waren wir wieder in Gelsenkirchen. Da wurde ein Läufer im Trikot vom FC Schalke 04 auch wieder angefeuert. Ansonsten las man zum Teil ziemlich böse Verwünschungen. Dabei liefen wir gar nicht durch Dortmund.

Feldmarkstraße
12.53 Uhr / Km 41,0

Und dann war die große Runde durchs Ruhrgebiet beendet und ich fand mich wieder auf der Straße, auf der ich morgens schon den ersten Kilometer gelaufen war. Nun aber in die andere Richtung. Richtung Ziel!

Feldmarkstraße
12.54 Uhr / Km 41,2

Und natürlich fand ich nun wieder neue Luft und legte noch einmal an Tempo zu.

Feldmarkstraße
12.58 Uhr / Km 41,9

Und dann kam der Regen zurück. Schnell wurde aus leichtem Tröpfeln ein heftiger Regenschauer.

Das änderte aber nichts an der Tatsache, daß ich mit schnellen Schritten auf die letzte Kurve zu rannte.

Overwegstraße
12.59 Uhr / Km 42,1

Nur noch die paar Meter...

Overwegstraße
12.59 Uhr / Km 42,18

Mein Meisterstück war geschafft. Mit kaputter Hüfte und schmerzender Leiste blieb ich tatsächlich den Marathon unter vier Stunden ins Ziel.

Das war natürlich auch ein großer Verdienst von den 4:00-Stunden-Ballon-Läufern, die mich über die ersten zwei Drittel des Kurses begleitet hatten.

Foto:
Sportonline Foto

Overwegstraße
13.01 Uhr / Km 42,195

3:55:31 Stunden. Da blieb meine Zeit stehen.

Und endlich hatte ich meine Marathon-Medaille Nr. 95.

Overwegstraße
13.02 Uhr / Km 42,195

Foto:
Sportonline Foto

Overwegstraße, 13.02 Uhr

Es wartete noch eine tolle Zielverpflegung. Alles da. Auch alkoholfreies Bier. Das ließ ich aber wie fast immer stehen.

Overwegstraße, 13.02 Uhr
Overwegstraße, 13.08 Uhr

Mittlerweile hatte sich der Regen in einen wahren Guß ausgeweitet. Aber naß war ich sowieso und so konnte ich frühlich durch den Regen tänzelnd meine tolle Zeit feiern.

Die Feier endete übrigens erst eine Viertelstunde später an der Unterkunft. Bis dahin tanzte ich fröhlich durch den Regen. Während die Leute um mich herum mich wühl für völlig verrückt hielten.

Und da hatten sie ja auch Recht mit. :-)

Musiktheater, 13.11 Uhr

Ich bin kein Marathon-Sammlern. Nein.

Ja, im Jahr2012 bin ich 20 Marathons gelaufen und für 2013 war das meine Nr. 8. Aber noch feiere ich jeden Marathon als wäre es mein erster.

Beim Weltrekordler in Sachen Marathon steht auf der Homepage: "Jeder Lauf ist ein Geschenk". Das Motto von Christian nehme ich auch als mein eigenes.

Jeder Marathon ist für mich nach wie vor etwas ganz besonderes. Auch diese Nr. 95. Und wenn ich mir mal angucke, wie sehr und wie lange ich mich über diese Medaille gefreut habe und es auch beim Schreiben dieses Berichtes knapp zwei Wochen nach dem Event immer noch tue, dann kann ich halt nur sagen:

Jeder Marathon ist für mich etwas ganz besonderes und eben nicht nur eine weitere Nummer in der Liste.

     

        
Vor dem Lauf, 8.34 Uhr   Nach dem Lauf, 13.11 Uhr

Infos zum Marathon gibt es hier:
http://www.vivawest-marathon.de/


Zurück zur Hauptseite
(c) 2013 by Scat-Soft